Warum das (un-)organisierte Verbrechen bei uns keine Chance hat ..

.. ein TV-Streaming-Tipp für die StoWE aus dem Ausland.

Humor zählt im Schweizer Fernsehen nicht eben zu den festen Grössen – umso erfreulicher ist die derzeit ausgestrahlte Serie «Tschugger«.
Tschugger ist ein sehr(!) despektierlicher Dialekt-Ausdruck für Polizist, etwas gröber als «Bulle» in Deutschland.

Die ersten Folgen der Staffel 1 sind hier als Livestream abrufbar.

«Tschugger» spielt im Oberwallis. Die meisten Protagonisten sprechen Walliser-Deutsch. Das ist ein altalemannischer Dialekt, der mit seinen vielen Wortendungen auf A, O oder U lautlich an Althochdeutsch erinnert. Schon viele «Üsserschwiizer», auch «Grüezini» genannt, verstehen die Sprache kaum – ein Nicht-Schweizer dürfte auf die Untertitel angewiesen sein.

Das Wallis ist eine Welt für sich und ist stolz auf seine Eigenständigkeit; Einmischungen von «aussen» werden eher ungnädig gesehen. Das wird in der Handlung genüsslich abgefeiert.

Selbst wenn sich viele der Witze im Plot auf CH-Begebenheiten oder -Personen beziehen, dürften Ausländer, welche – wie die StoWE – einen Bezug zur Schweiz haben, das meiste davon mitbekommen.

Viel Spass beim Schauen!  (ps)

Nachtrag:
Das oben habe ich heute Morgen geschrieben. Anschliessend fuhr ich nach Niederurnen, wo ich auf dem Brugghof-Parkplatz neben einem Polizeibus parkierte.
Als ich zum Auto zurück kam, hörte ich neben mir einen Polizisten sagen: «Sie werden als Angeschuldigter vernommen und haben das Recht, die Aussage zu verweigern. Haben Sie das verstanden?»
Nun ist der Brugghof eine Gegend, wo Albanisch und Türkisch öfter gesprochen wird als Deutsch. Und somit wohl ein Treffpunkt für Kriminaltouristen, sei es im Einbruchs- oder im Drogengeschäft.
Aber für mich war es das erste Mal, dass ich den aus Krimiserien bekannten Satz «in Echtzeit» gehört habe.

Bahnhof Mols wird geschlossen

In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember ist Fahrplanwechsel. Für uns Resort-Bewohner ändert sich insofern etwas, als der kleine Bahnhof Mols geschlossen wird. Konkret heisst das, dass am Samstag-Abend die S4, welche um 23.12 Uhr in Walenstadt Richtung Unterterzen abfährt, der letzte Zug ist, der in dieser Fahrtrichtung im Bahnhof hält. Der Zug, welcher in der Gegenrichtung von Unterterzen um 23.40 Uhr losfährt, wird den allerletzten (fahrplanmässigen) Halt in Mols einlegen – alle künftigen Züge brausen vorbei.

Über die Änderungen nach dem Fahrplanwechsel wurde kürzlich im „Sarganserländer“ festgehalten: „Der Bahnhof Mols kann aufgrund von ganzjährigen Bauarbeiten bei den SBB nicht mehr von Zügen angefahren werden.“ Als Ersatz würden ab dem 12. Dezember zusätzliche Busse von Bus Sarganserland Werdenberg zwischen Walenstadt und Mols eingesetzt.
Das könnte so aufgefasst werden, dass nach den Bauarbeiten die Züge wieder wie vorher stoppen würden. Dem ist jedoch nicht so (zu lesen auf dem Plakat auf dem Bahnhof Mols): „Die Haltestelle Bahnhof Mols wird ab Fahrplanwechsel nicht mehr durch die Bahn bedient.“ Als Grund wird neben der bereits erwähnten Baustelle ein Entscheid des Kantons St. Gallen und der Gemeinde Quarten angeführt. Was mit dem winzigen Bahnhofshäuschen passiert, weiss bisher niemand. Denn kurioserweise gehört es nicht der SBB, sondern der Ortsgemeinde Mols. Es fragt sich, ob ein Abbruch oder eine allfällige Weiterverwendung angedacht ist.

Damit ist die vergleichsweise kurzlebige SBB-Haltestelle in Mols – sie wurde erst Anfang der 50er Jahre in Betrieb genommen – bereits wieder Geschichte.  (ih)

 

Steter Wechsel

Das Wetter präsentiert sich derzeit alles andere als langweilig; urchige Glarner würden sagen, es sei «willwänggisch» (unentschlossen, wankelmütig).

Vorgestern war es kalt, aber strahlend schön (siehe Bild), gestern gab es Sturm und grosse Regenmengen – rund 30 % des Monatsniederschlages an einem Tag – und die Schneefallgrenze bis weit über 1500 m steigend, heute war es wieder ganz passabel.
Und immer wieder zogen und ziehen Kaltfronten durch, die Sturm(vor)warnungen blinken oft stundenlang.

Ähnlich wankelmütig ist die Lage mit den Corona-Vorschriften. Kaum jemand blickt noch durch, was aktuell gilt. Einreisesperre oder nicht? Quarantäne oder keine? Masken- und/oder Zertifikatspflicht, und falls ja, für wen oder wo?

Während wir das Wetter (zum Glück?) nicht beeinflussen können, wäre es doch nett, wenn die Impfverweigerer langsam Einsicht zeigen würden. Aufdass endlich so etwas wie eine Normalität eintreten würde ..    (ps)

 

 

Spurensuche im Schnee-Zirkus – Skilift Bergheim – Tannenboden

Wer das Skigebiet Flumserberg erst nach der Eröffnung des Resorts kennengelernt hat, weiss vermutlich wenig über dessen bewegte Vergangenheit.
Wir werden hier in loser Folge ein paar Beiträge über dessen Transportanlagen veröffentlichen und die Texte und Bilder gelegentlich in «Dokumente» in einer gemeinsamen Seite zusammenfassen.

Beginnen wollen wir mit einem Lift, den es gar nicht mehr gibt: dem Skilift Bergheim – Tannenboden. Auf dem Screenshot ist dessen Verlauf ersichtlich.

In der Region können sich viele an den Lift erinnern, sobald es aber um handfeste Daten geht, wird es schwierig. Die bisher glaubwürdigsten Angaben sind: Betriebsbeginn 1949, Betriebseinstellung 1996. Sollten weitere Recherchen andere Angaben liefern, werden wir das korrigieren.
Erbaut wurde er vom umtriebigen Unternehmer Humbert Joli, der 1945 den ersten Flumserberg-Lift überhaupt (Tannenboden – Chrüz) errichten liess.

Sicher ist, dass der Bergheim-Lift einige Male den Besitzer wechselte und vom vorletzten Besitzer, Abraham Bartholet, massiv umgebaut wurde. Dabei wurde die Talstation versetzt (siehe Bild oben, rote Rechtecke). Zwischendurch stand er auch jeweils für zwei Jahre still, zuerst vor der Übernahme durch A. Bartholet (wegen Reparaturbedarf) und dann in den 90er Jahren, weil ein Unwetter die Brücken zerstört hatte.

Zeitweise hatte der Lift in den Tschudiwi(e)sen eine Zwischenstation. Joli liess dort und bei der Bergstation Scheinwerfer anbringen, damit auch bei Dunkelheit gefahren werden konnte – es war einer der ersten Lifte überhaupt, wo Nachtbetrieb möglich war.

Heute ist von den Anlagen nicht mehr viel zu sehen, nur die Bergstation steht noch. Die Talstation wurde vor sieben Jahren zugunsten eines Parkplatzes abgebrochen. Und wenn man weiss, wo schauen, erkennt man noch den Verlauf des Trassees anhand der kleineren Bäume.   (ps)

 

SBB-Einspurstrecke Tiefenwinkel: Tut sich endlich was?

Drei Kantonsräte, darunter mit Hr. Erich Zoller auch «unser Quartner», hatten am 20.09.2021 eine Interpellation eingereicht. In dieser erfragten sie die Haltung der Regierung zum zunehmend lästigen Umstand, dass es im Tiefenwinkel, also an der Kantonsgrenze zwischen Murg und Mühlehorn, immer noch eine einspurige SBB-Strecke gebe.

In einem HIKR-Text hatte ich im Mai 2018 geschrieben:
«Seit dem letzten Fahrplanwechsel tragen die SBB-IC-Linien Nummern; in der Regel sind es die gleichen, wie sie die in der Nähe verlaufenden Autobahnen haben. Die Linie Basel-Chur heisst darum jetzt IC3.

Man würde meinen, als drittwichtigste nationale Linie würde die Strecke auch einigermassen ernst genommen. Doch Fehlanzeige: Die Strecke weist sogar ein einspuriges Teilstück auf. Ein Teilstück von nicht einmal einem Kilometer!

Nun sind Einspurstrecken ein Desaster für die Fahrplan-Planung und -Stabilität. Doch das kümmert in Bern droben keinen – es ist ja schliesslich in der Ostschweiz, also quasi im Balkan. Dabei verkehren hier durchaus auch internationale Züge wie der Railjet Zürich-Wien oder der ICE Chur-Hamburg.

Als die Bündner Regierung von der SBB eine Verdichtung des Fahrplanes nach Zürich wünschte, wurde ihr beschieden, die Strecke würde keine zusätzlichen Züge ertragen. Praktisch gleichzeitig meldeten die SBB dem BAV auf Anfrage, ein Ausbau sei nicht erforderlich, da die Strecke den anfallenden Verkehr verkrafte.
So viel Logik muss sein ..»

Eine Einspurstrecke von gerade einmal 900 m ist ein absurder Flaschenhals. Läge das Stück zwischen Zürich und Genf, die Korrektur wäre eher in 60 Tagen als in 60 Jahren erfolgt. – Hoffen wir, dass die St. Galler Regierung es schafft, ein paar Beamte im Berner SBB-Palast aus ihrem Büroschlaf zu wecken ..   (ps)

Signalpfosten ersetzt Steinblöcke

Was für eine gute bestechende Idee: Am Anfang waren die Unverbesserlichen, die mal kurz das Strässchen zwischen dem Haus D1 schräg gegenüber der Rezeption und dem Sportplatz, befuhren. Egal ob legal oder nicht. Erstens eine tolle Abkürzung, zweitens auch ohne Code oder Schlüssel für die Schranke für schmale Autos befahrbar.

Dieser Zustand konnte indes nicht andauern. Zwei grobe schwere Steine wurden in den Weg gelegt. Das half im Sommer, im Winter wurde das Schnee-Pflügen schwierig.
Nun gab die Verwaltung der ImmoFacility den Auftrag, die Steinblöcke zu entfernen und stattdessen einen soliden Signalpfosten zu montieren, der das Durchfahren definitiv verhindert.

Hr. Zeuss von der erwähnten, schon seit etlichen Jahren fürs Resort für Aussenarbeiten beauftragten Firma, erklärte mir, wie es dennoch mit Schneeräumen funktioniert: mit Hilfe von Schneeschiebern, wie er es gerade beim Haus C2 demonstriert. Vielen Dank für die gute, einfache, zweckmässige Lösung!  (ih)

 

Rubrik «Menschen im Resort»: Marco Theus, Küchenchef im Marina


Wohl jeder aus dem Resort ist schon im „Marina Walensee“ eingekehrt. Seit dem September 2019 verwöhnt uns Marco Theus als Küchenchef.
Im Gespräch mit ihm erfuhren wir, wie er als Hotelier-Kind in diesen Beruf hineinwuchs, was er liebt an seiner Tätigkeit und wie die Corona-Krise allen zu schaffen machte.   (ih)

SeeJet/LUFAG bereits in Betrieb

Ab heute ist die Gondelbahn Unterterzen – Tannenbodenalp täglich in Betrieb – rund zwei Wochen früher als bisher kommuniziert.
Von den befragten Angestellten wusste niemand, warum das so ist. Und vorab kommuniziert wurde es ebenfalls nicht. Die Faustregel, nach welcher sich Einheimische orientieren, besagt: Die Betriebspausen dauern sieben Wochen im Frühling und fünf Wochen im Herbst.

Immerhin: Trotz lausiger Prognose war das Wetter anfangs noch ganz passabel.  (ps/ih)

So ein Zufall ..

Gestern habe ich hier über Flechten am Molser Bergweg geschrieben.
Heute bringt der «Sarganserländer» unter dem Titel «Einzig von Luft und Liebe leben» eine Doppelseite über das gleiche Thema, verfasst von GeoGuide-Kollege Hans Conrad. Mit vielen Flechten-Bildern aus der Region.
Ein .PDF des Zeitungstextes finden Sie hier.   (ps)

Neue Tipp-Seite: Wohnung zu kalt

Vor einiger Zeit stellten Wohnungsbesitzer fest, dass ihre Wohnungen wenig oder gar nicht geheizt wurden. Die Ursache war rasch gefunden: Der Stellmotor für die Fernregulierung hatte sich verstellt.

Idee: Da in diesen Tagen ohnehin die Wasseruhren ausgetauscht werden, könnte man die Monteure den Stellmotor entfernen lassen. Ist der Verteiler offen, dauert das nur wenige Minuten.

Wer es selber machen will, findet hier das Vorgehen.  (ps)

Stellmotor mit schwarzem Drehknopf